Freitag, 5. Mai 2017

#WMDEDGT - Ausgabe Mai


Frau Brüllen möchte am 5. eines jeden Monats wissen: „Was Machst Du Eigentlich Den Ganzen Tag?“, kurz gesagt: #WMDEDGT? 


Was mache ich den ganzen Tag? Im Moment sind es keine normalen Tage, die ich habe, aber sie gleichen sich trotzdem.

Wir stehen 15 Minuten früher auf als normal, um 6:00 Uhr. Denn alles dauert seit meinem Unfall ein bisschen länger. Der Herr der Cucina hat schon den Frühstückstisch am Vorabend gedeckt, so muss er nur noch die Kaffeemaschine einschalten. Während er ins Bad geht, mache ich schon meine ersten Übungen, um die Verspannungen der Nacht ein bisschen los zu werden. Die Nächte sind im Moment nicht so prickelnd, 8 Stunden auf dem Rücken durchschlafen ohne Schmerzen funktioniert einfach noch nicht. Die letzte Nacht war einigermaßen in Ordnung, ich stand nur zweimal auf. 

Nach einem gemeinsamen Frühstück zieht mich der Herr der Cucina an beziehungsweise hilft mir dabei. Um 7:30 Uhr gehen wir gemeinsam aus dem Haus, er bringt mich zur Physiotherapie. Dort habe ich zwar erst um 8:10 Uhr einen Termin, aber ich spare mir eine Fahrt im Taxi. Im Wartezimmer lese ich am Adler Olson Krimi weiter. Der Kindle ist im Moment mein wichtigster Begleiter, schwere Bücher könnte ich nicht tragen beziehungsweise nicht blättern. In den letzten drei Wochen habe ich so viele Bücher gelesen, wie in den letzten Jahren nicht mehr. Eine Leseratte war ich schon immer, aber die Zeit wurde immer knapper dafür und außer im Urlaub komme ich nicht mehr regelmäßig in großen Stücken zum Lesen. 

20 Minuten Physiotherapie bringen ich immer wieder an meine Grenzen, danach bin ich total fertig. Es geht zurück nach Haus mit dem Taxi. Schnell in die Apotheke eine Creme für die Narbe bestellen, ab heute darf ich sie behandeln. Die Narbe sieht gut aus, ich bin recht zufrieden trotz Größe und fast 20 Stichen. Weiter gehts. Der türkische Friseur ums Eck sieht mich zur Zeit auch öfters. Zweimal die Woche gehe ich dorthin zum Haare waschen und föhnen. Zu Hause bekomme ich das nicht hin. 

Inzwischen kennt man mich dort. Es ist mir immer wieder etwas peinlich, dass sie nur 5 Euro von mir wollen. Ich bin mit dem Trinkgeld sehr großzügig. Danach geht es nach Hause und ich widme mich dem krank sein, d.h. ich mache Übungen, ruhe, schlafe, genese, lese, esse (Rest des Couscous-Salats von gestern abend), übe,… Zwei Kunden rufen an und erkundigen sich nach meinem Zustand. Am Nachmittag "springe" ich noch einmal in die Apotheke und hole meine Salbe. Außerdem überlege ich mir, was wir abends kommen könnten bzw. was der Mann kochen kann, während ich von der Seite gute Ratschläge gebe. Da er sowieso sehr viel mehr zutun hat als sonst, ist die Küche geprägt durch schnelle Gerichte. Es wird Spaghetti Bolognese. Das köchelt quasi von selbst.

Nach Abendessen und einem alkoholfreien Weißbier lande ich mit Heizkissen, Kissen und Decke auf der Couch und hoffe, daß ich zwei Folgen von der letzten Staffel "The Good Wife" durchhalte, bevor ich einschlafe.

Montag, 24. April 2017

D - München - Klinikum rechts der Isar


Manchmal läuft das Leben ganz anders als man denkt - und ich landete nach einem Sturz in der Notaufnahme und danach auf der chirurgischen Station des Münchner Klinikums rechts der Isar.

Inzwischen habe ich das Krankenhaus wieder verlassen und schreibe diesen Artikel im wahrsten Sinne des Wortes mit links und einem Diktierprogramm. Während meines Aufenthalts im Krankenhaus unterhielt ich meine Twitter Timeline und die Instagram Follower mit Essensbildern. Ein Vergnügen, das ich auch euch nicht vorenthalten möchte.

Mittwoch

Meine Allergien wurde aufgenommen, aber mir wenig Hoffnung auf passendes Essen gemacht. In Hektik wurde der Herr der Cucina gebeten, meine Essenswünsche für den heutigen und den kommenden Tag ankreuzen. Das Klinikum rechts der Isar gehört zur Technischen Universität München, der Universität, an der ich Mathematik studiert hatte. Die Karten machen nicht den Eindruck, auf den neuesten Stand der Technik sein.

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Der ausliegende Essensplan:

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Kurz vor der OP interessierte ich mich dafür nicht. Wie gewollt, war ich nüchtern. Das Mittagessen verschlief ich im Aufwachraum. Am frühen Nachmittag kam ich aufs Zimmer und knipste den Ausblick vom Bett.

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Das Abendessen bestand aus irgendeiner Frischwurst, Vollkornbrot und Joghurt. Ich aß den Joghurt, trank Wasser und schlief meinen Narkoserausch aus. Der Herr der Cucina hatte mir Bananen und Kekse für die Not mitgebracht, beides knabberte ich nachts.

Donnerstag

Langsam meldete sich mein Magen. Das Frühstück kam gegen 8 Uhr. Die Semmeln waren toll, der Kaffee zu stark. Dieses Frühstück sollte das Highlight der kulinarischen Versorgung während meines Aufenthalts sein.

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Das Mittagessen bestand aus einer Pilzbulette mit Lauchgemüse. Abgesehen davon, daß schnell klar wurde, daß ich dieses Pflanzerl wegen enthaltener Karotten nicht essen konnte, stank es erbärmlich. Ich ließ es ganz weit wegstellen ... und rief den Herrn der Cucina an.

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Das Abendessen ließ ich ebenfalls zurückgehen. Der kalte Braten vom Hals war völlig übergart. Der Herr der Cucina rettete mich mit einem Stück Grillhendl von Feinkost Käfer und frischen Brezen.

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Karfreitag

An Sonn- und Feiertagen gibt es keine frischen Semmeln, also bestellte ich Weißbrot. Was ich bekam? Zwei Scheiben Toastbrot, aber wirklich von der ganz schlimmen Sorte. Wenn es wenigstens ein Buttertoast von Golden Toast gewesen wäre. Nein, es war schlimm, schlimmer, am schlimmsten. Er bog sich schon, so trocken war es. Ich aß die Reste der Breze vom Abend davor. Und Joghurt mit Honig.

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Es war zwar Karfreitag, aber der Schweinebraten auf der Menükarte schien mir noch am hoffnungsvollsten zu sein. Überbackener Fisch oder Pfannkuchen konnte ich mir nicht vorstellen. 
Als sich der Deckel vom Mittagessen hob, kam mir eine große Wolke Chemie entgegen. Wahrscheinlich hätte man Chemiealarm ausrufen müssen. 
Fleisch und Sauce ließ ich gleich links liegen. Beim bayrischen Kraut hatte ich noch Hoffnung - was sollte man da schon verkehrt machen können. Nennt mich naiv. Auch hier: Chemiekeule.

Ich packte den Deckel wieder drauf ... und rief den Herrn der Cucina an. Er brachte mir im Laufe des Nachmittags einen Reissalat mit Schinken, Oliven, Gurke und Tomate, den ich sowohl zum Mittag- als auch zum Abendessen aß.

Meine Bettnachbarin hatte die mit Quark gefüllten Pfannkuchen bestellt. Der Quark war stark gestreckt und eigentlich nur noch eine wässrige Creme. Auch sie liess alles zurückgehen.

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Das Abendessen mit "Weißbrot" will ich Euch nicht vorenthalten.

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Karsamstag

Ich freute mich schon auf die frischen Semmeln am Samstag, aber leider waren die sehr viel schlechter als unter der Woche. Aber es war ok und genießbar, der Kaffee war nicht mehr so stark - alles in allem ein ordentliches Frühstück. Eine der zwei Semmeln gab ich der Bettnachbarin ab, die Weißbrot (s.o.) angekreuzt hatte. Geteiltes Leid, halbes Leid.

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Das Mittagessen bestand aus Karottensuppe (hier im Bild das Tablett der Bettnachbarin), Polenta (JA, DAS ist Polenta!) und Ratatouille. Nachtisch eine Kiwi. 
Suppe ging gar nicht, Polenta war "zum Erschlagen". Und kennt Ihr die Squashbälle, die man erst warm spielen muß? Wahrscheinlich muß man das auch mit dieser Kiwi machen. 95% der Patienten sind sicher schon wieder daheim, bis diese Kiwi in ein bis zwei Wochen eßreif ist. 

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Ich aß also wieder Joghurt, trank Wasser und schaute Netflix ... bis der Herr der Cucina mich am Nachmittag abholen durfte und mir zuhause ein Filetsteak servierte - mit ein paar Pommes.

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Resumé

Ja, natürlich ist die ärztliche Versorgung das wichtigste. Und ja, damit war ich sehr zufrieden, auch mit der Pflege. 

Jetzt kommt das große Aber:

Wenn es nicht möglich ist, einen multiplen Allergiker im Krankenhaus adäquat ernährungstechnisch zu versorgen, wo soll es denn sonst sein möglich? Natürlich kann das Komponentenessen sein, hier ein paar Nudeln, dort ein Brei, hier eine Brühe.

Und ganz grundsätzlich: Essen trägt zur Heilung bei. Ich erwarte keine Sterneküche, keine Menüs, kein Bio. Aber ich erwarte normales Essen ohne Chemiezusätze. Schmackhaftes, einfaches, leichtes. Kein Bohnen- oder Eiersalat abends, wenn ich 23 von 24 Stunden im Bett verbringe.
Jedes Mensa- und Kantinenessen meines Lebens war besser als das, was ich hier bekommen habe. 

Mir graut vor der Zeit, wenn ich einmal längere Zeit ins Krankenhaus muß, wenn ich kein Angehörigen und Freunde habe, die mir Essen vorbeibringen, wenn ich geistig nicht in der Lage sein werde zu verstehen, was auf meinem Teller liegt, oder mir einfach die Mittel fehlen. Hoffentlich wird diese Zeit nie kommen.

Donnerstag, 6. April 2017

#WMDEDGT - Ausgabe April


Frau Brüllen möchte am 5. eines jeden Monats wissen: „Was Machst Du Eigentlich Den Ganzen Tag?“, kurz gesagt: #WMDEDGT? 

Völlig unaufgeregter Tag - aber lest selbst:

Der Wecker klingelt um 6.05 und um 6.15 Uhr. Wir stehen um 6.30 auf. Der erste Tag seit langem, an dem ich den ganzen Tag zuhause am Schreibtisch sitzen werde. Nach einer fünftägigen Paris-Reise letzte Woche und zwei vollen Kundentagen am Montag und Dienstag ist das auch dringend notwendig.

Aber erst mal gibt es Kaffee und Toast mit Honig und Marmelade. Nebenher läuft Deutschlandfunk. Ich erzähle dem Herrn der Cucina vom ganz großartigen Ballett-Abend im Nationaltheater am Abend zuvor. Prachtvoll, poetisch, bunt, wild, klassisch, phantastisch, modern - all dies trifft auf die Inszenierung der "Alice im Wunderland" zu. Das beste, was ich in der Sparte Ballett bis jetzt in München gesehen habe. (Im Bereich Oper übrigens Macbeth von Verdi.)

Dann geht es mehr oder weniger sofort an den Schreibtisch - die Spülmaschine wird noch gestartet, eine Wollwäsche dreht in der Waschmaschine ihre Runden.

Am Schreibtisch verschicke ich meine März-Rechnungen an alle Kunden, rufe die Kontoauszüge ab, überweise mir nach schneller Freigabe einen Teil der Rechnungen selbst (Vorteil meines Jobs), buche die restlichen März-Belege. Elster hebe ich mir fürs Wochenende auf. Aber wenn alles gebucht ist, ist das der kleinste Teil. Dann gehts an die Kunden-Angelegenheiten. Ich maile, telefoniere, drucke - arbeite.

Zwischendurch holt die Assistentin eines Kunden Unterlagen ab - wir machen einen kleinen Ratsch. Zum Mittagessen mache ich mir eine große Schüssel Kopfsalat mit Tomaten, Gurken und Kartoffeln, dazu ein pochiertes Ei. Ich setze einen Hefeteig für einen Zopf an. Während Mittagessen und Hefeteig schaue zwei Folgen "The Big Bang Theory".

Zurück am Schreibtisch geht es weiter - mailen, Excel-Listen, telefonieren. Ich vereinbare einen Termin zum Mittagessen in zwei Wochen und erfahre dabei viel über Armenien als Wandergebiet. Zwischendurch schiebe ich den Zopf in den Ofen, schäle Spargel, pule Erbsen und koche beides. Aus dem Spargel wird eine Suppe, die Erbsen sind Einlage. Zwei Specksemmeln taue ich auf. Die gibt es dazu.
Der Herr der Cucina kommt nach Hause, wir arbeiten beide weiter. Essen die Suppe parallel zu den 19 Uhr Nachrichten. Danach noch einmal Schreibtisch, Telefonat mit den Eltern. Dann beginnen wir mit großer Freude die 5. Staffel von Suits auf Netflix. Währenddessen lege ich Wäsche zusammen und lese die Timeline nach.

22.30 Uhr Bett.

Sonntag, 26. März 2017

A - Jochberg - Kempinski Hotel Das Tirol - Das Essen


Sponsored Post in Kooperation mit "Kempinski Das Tirol".
Der Artikel umfasst dennoch meine persönliche Meinung.

Während unseres Wochenendes im "Kempinski Das Hotel" in Jochberg waren wir abends zweimal im Hotel-Restaurant "Steinberg" essen. Die Küche wird mediterran beeinflußt und ist regional geprägt. Tirol ist spürbar. Viele heimische Produkte kommen auf den Teller. Küchenchef Caspar Bork hat uns mit seinem Restaurant und seiner Küche überzeugt. Selten wurden meine Allergie so perfekt beachtet und trotzdem ein stimmiges Menü gezaubert. 

Aber seht selbst:

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Neben dem "Weinkeller" befindet sich der Eingang. 

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Am ersten Abend wurde uns das Halbpension-Menü serviert - für den Herrn der Cucina gab es ...

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Geräucherte Forelle - Kartoffelespuma - Bauernbrot
Seeteufelmedallion - Tomatenschaum - Fenchel
Backfisch vom Kabeljau - Süßkartoffelpommes - Sauce Tatar
Käse vom heimischen Bergbauern - Feigensenf - Traubenchutney

... während ich dieses Menü genoß:

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Garnelen mit Kartoffelchips
Rindersuppe mit Tafelspitzwürfeln
Entrecôte mit mediterranem Gemüse
Topfenpalatschinken


Wir tranken dazu einen Arneis aus der Langhe:

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Am zweiten Abend genossen wir das Degustationmenü mit acht Gängen. (Hier habe ich nur die Teller des Herrn der Cucina fotografiert, meine Speisen waren an die Allergien angepaßt.)

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Kaisergranat | Waldbeeren | Kalbskopf

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Kaspressknödel | Kopfsalat | Nussbutter 
(Dieser Gang gefiel mir sehr gut - der frische Kopfsalat macht sich toll zum Knödel.)

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Rindertatar | Speckschaum | Weck-Gemüse 

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Bauernbrot | Jochberger Lamm-Kompott | Tiroler Kaminwurz 
(Der Lieblingsgang des Herrn der Cucina.)

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Preiselbeer Sorbet | Knolle 15
(Knolle 15 ist ein Kartoffelschnaps.)

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Knusper Butt | Kokos | Trüffel 

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Kalbsbacke | Sellerie | Ofenschlupfer 
(Mein Lieblingsgang - ich mag Bäckchen sehr.)

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Mandarine | Wildkräuter | Topfen

Wir waren nach diesen Gängen sehr zufrieden und glücklich. Was wir uns allenfalls noch gewünscht hätten? Eine passende Weinbegleitung zu diesem exzellenten Menü. 
Ein Pinot Bianco "Kastelaz" von Elena Walch aus dem Jahr 2012 war unsere Wahl. 

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Wir hatten zwei sehr genußvolle Abende. 

Kempinski Hotel Das Tirol
Kitzbüheler Straße 48
6373 Jochberg
Österreich

Telefon +43 - 5355 - 50100

Mittwoch, 22. März 2017

A - Jochberg - Kempinski Hotel Das Tirol


Sponsored Post in Kooperation mit "Kempinski Hotel Das Tirol".
Der Artikel umfasst dennoch meine persönliche Meinung.

Ein Wochenende lang nicht viel machen außer Ruhen, etwas Bewegung und Essen. Das hatte ich nötig. Seit Januar waren die Wochenenden meist mit Arbeit (zumindest teilweise) belegt. Die Einladung ins Kempinski Das Tirol in Jochberg bei Kitzbühel kam deshalb genau recht. Das Wetter sollte schlecht werden. Zuhause wäre ich nur wieder am Schreibtisch gelandet.
Also packte ich mein Auto, gabelte nach dem Kundenbesuch den Herrn der Cucina bei seinem Kunden auf, und wir fuhren in 1 1/2 Stunden von München nach Jochberg in Tirol.

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Im Tal an der Hauptstraße gelegen empfing uns das 5* Superior Haus mit seinen 120 Zimmern und ca. 45 Suiten verschiedener Größe. Die großzügige, zweistöckige Eingangshalle mit ihrer Empore verbindet rustikale und moderne Stilelemente. Insgesamt ist das Haus von der Lichtkonzeption eher dunkel gehalten, das setzt sich von der Rezeption über die Zimmer ins Restaurant fort.

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Empore und Restaurant-Eingang

Die Zimmer - wir waren in einem Superior Zimmer mit 36 qm untergebracht - sind geschmackvoll ausgestattet. Das Bad ist ein Raum im Zimmer, fast ganz umgeben von Glas und Spiegeln. Das ist jetzt, wie Ihr wisst, nicht meins. Aber mit Vorhängen lässt sich Privatsphäre herstellen. Es gibt ein separates WC und zwei Schränke, sowie einen kleinen Tisch mit Stühlen sowie einen Sessel. Wir hätten uns, selbst als Wochenend-Reisende, ein paar mehr Bügel gewünscht oder ein zweites Kissen in Griffweite.

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Das WLAN funktioniert wirklich in allen Winkeln des Hotels einwandfrei und schnell. 

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Balkonblick


Nach der ersten Nacht im ruhigen Zimmer gings schon ziemlich früh zum Frühstücksbuffet, das von 7 bis 12 Uhr bereit steht. Eine große, exzellente Brotauswahl, viele verschiedene Getränke und Eierspeisen nach Wunsch fallen vor allem auf. Hier werden alle Frühstückswünsche wahr.

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Nach einem Spaziergang durchs Örtchen gings zurück ins Hotel und in den Spa-Bereich. Hier war es am späten Vormittag sehr ruhig, die meisten Gäste waren beim Skifahren. Wir genossen die Ruhe und lagen ein bißchen im 30°C warmen Innenpool (der Außenpool war uns zu kühl), danach mit Zeitschrift und iPad auf den Liegen bei großer Ruhe.

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Wen es mehr als uns umtreibt, kann natürlich in das keine 10 km entfernte Kitzbühel fahren, ein bißchen flanieren und shoppen. Oder einfach sporteln - Ski fahren im Winter, Wandern, Radeln u.v.m. im Sommer.

Ein langer Mittagsschlaf, viel Lesen und Reden, dem Regen beim Regnen zusehen - so verging die Zeit angenehm und erholsam. Und schwupps war es Zeit zum Abend essen. Über das Restaurant und unsere zwei Abendessen folgt ein zweiter Bericht - aber so viel sei schon gesagt: Wir waren sehr zufrieden.

Die Abende beendeten wir in der Rubin Bar und der angeschlossenen Zigarrenlounge. In Rot und Schwarz gehalten strahlt die Bar eine entspannte Atmosphäre aus, die uns sehr gefiel. 

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Wir entschieden uns für zwei verschiedene österreichische Brände und zum Schluß für einen Oban. Und wie es sich gehört für ein ruhiges und entspanntes Wochenende lasen wir noch etwas und schliefen wieder sehr gut. Bevor es am Sonntag wieder nach Hause ging. 


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Kempinski Hotel Das Tirol
Kitzbüheler Straße 48
6373 Jochberg
Österreich

Telefon +43 - 5355 - 50100

Montag, 13. März 2017

#12von12 - Ausgabe März


Es ist wieder #12von12-Zeit - Erklärung hier.


Während der Herr der Cucina schon die Kaffeemaschine anschmeißt, liege ich noch im Bett und genieße den Ausblick auf einen blauen Himmel und den wilden Kirschbaum. 


Klassisches Frühstück - ergänzt durch Antihistamine, im Sonnenlicht morgens um 7. 


Da wir gestern nicht gekocht haben - wir waren in der Osteria Italiana essen, stapelte sich kein Geschirr in der Küche. Gleich mal nutzen um die Maschinenreinigung laufen zu lassen. 

Dann aber schnell ab an den Schreibtisch. Es wartet viel Arbeit. 


Nach zwei Stunden unterbreche ich die Schreibtischarbeit und kümmere mich um das Februarbrot ...


... und das Mittagessen. Es gibt Ossobuco, das jetzt zwei Stunden köcheln wird.


Der Herr der Cucina öffnet schon mal den Nebbiolo von Mossio fürs Mittagessen. Der Wein darf etwas atmen. 


Kaum sind die Brote fertig, "muss" der Herr der Cucina sie anschneiden. Sie kühlen dann besser aus. Sagt er. Und NATÜRLICH muss er den Anschnitt probieren.


Nach ein paar Stunden Schreibtisch ging es auf die "Couch":


Währenddessen läuft "Inferno" mit Tom Hanks:


Und schließlich geht es ab ins Bett. Wo inzwischen fast jeden Abend einige Artikel der Washington Post lese ....


... bevor ich das Licht ausmache.


Gute Nacht!

Sonntag, 5. März 2017

#WMDEDGT? - Ausgabe März


Frau Brüllen möchte am 5. eines jeden Monats wissen: „Was Machst Du Eigentlich Den Ganzen Tag?“, kurz gesagt: #WMDEDGT? - Nachdem das letzten Monat gut geklappt hat, gibt es auch eine März-Edition. 

7 Uhr wach - genau eine Stunde später als normal. Wir sind auch eine Stunde später als gewöhnlich ins Bett. Gestern abend waren wir in einem Konzert der Münchner Philharmoniker - mit einer grandiosen 9. Sinfonie von Mahler. Frühstück mit Milchkaffee, Toast, Käsekuchen und Erdbeeren für den Herrn der Cucina. Die ersten aus Sizilien, nach Erdbeeren schmeckend und riechend. 
Nachdem gestern die "normale" Wäsche gewaschen und getrocknet wurde, sind heute die Sonderwäschen dran. Seidenblusen, Strickkleider. Weiter gehts am Schreibtisch. 

Zur Zeit habe ich sehr viel Arbeit, so muß im Moment auch das Wochenende wenigstens teilweise dran glauben. Zwei kleinere Aufträge kann ich heute vormittag erledigen. Die Unterlagen dazu packe ich wieder zusammen und stelle sie bereit, um sie morgen wieder zurück zu den Kunden zu bringen. Einige Briefe gehen an verschiedene Steuerberater und Rechtsanwälte. 

Dann ab ins Bad, duschen, Zähne und ein bißchen mit dem Beginn der Wechseljahre hadern. Kleine Pickelchen bedecken Stirn und Nase - 30 Jahre hatte ich davon Ruhe. Von den anderen Wehwehchen sprechen wir mal nicht. 
Farbe ins Gesicht, Puder etc., anziehen und ab mit dem Auto Richtung Westen. Wir treffen meine Eltern und meine Schwiegermama zum Mittagessen. Mein neues Auto, das am Faschingsdienstag aus Köln kam, wird begutachtet und für gut befunden. 


Bayerischer Himmel im Dachauer Land

Ein toller Himmel begleitet uns auf der Fahrt hin und zurück. 

Zurück in München macht der Mann einen Mittagsschlaf, während ich die Sachen wie Schirme, Parkscheibe, Decke, Eiskratzer etc. vom alten ins neue Auto umräume. Nächste Woche wird es verkauft. Ich werde es vermissen, denn ich bin es gerne gefahren. Wenn es noch produziert werden würde, hätte ich es nochmal gekauft. 
Am Samstag bekam das neue Auto Winterreifen und die ab Werk montierten und jetzt im Kofferraum liegenden Reifen habe ich fotografiert, um sie später über Ebay zu verkaufen. 

Auto-Wechsel

In der Wohnung wartet Kaffee auf mich. Während ich mich wieder an den Schreibtisch zurückziehe, zieht der Herr der Cucina die Radmuttern nach - die 100 km hatten wir heute zurückgelegt. 
Unterbrochen wird die Schreibtischarbeit vom Anruf einer alten Schulfreundin - wir kennen uns seit der 5. Klasse Gymnasium. Wir tauschen uns über unsere Eltern, ihre Kinder, unsere berufliche Situation und über unser Engagement bei Flüchtlingen aus. 1:50:52 steht danach auf der Anzeige des Telefons. Aber wenigstens habe ich währenddessen die Wäsche zusammengelegt und verräumt. 

Weiter am Schreibtisch wird der morgige Arbeitstag vorbereitet, die Tasche gepackt, werden die Reifen in Ebay Kleinanzeigen gestellt. Außerdem mache ich den Verkauf des Lancia perfekt, bekomme viele Anfrage für die Reifen und verkaufe auch die innerhalb einer Stunde. 

Schließlich noch ein kleine Brotzeit während wir die Nachrichten anschauen. Dann mit Notebook vor den Fernseher. Wir schauen das Ende der ersten Staffel von "Goliath" - sehr empfehlenswert.

Mit dem neuen Band von Madame le Commissaire geht es ins Bett. 

Sonntag, 19. Februar 2017

Gnocchetti sardi


Manchmal geht es schnell - da brachte Claudio ein Bild seiner Gnocchetti sardi auf Instagram und schon stand der Plan für's Essen. Endlich kam auch mein Garganelli-Brett mal wieder zum Einsatz. 
Schnell und problemlos gemacht sind sie eine schöne Nudelalternative.  

Gnocchetti Sardi

Gnocchetti sardi
(4 Personen)
  • 300 g Hartweizengrieß (Semolina)
  • 150 g lauwarmes Wasser
  • Salz
Die Zutaten zu einem glatten, kompakten Teig kneten. Bei mir machte das die Kitchen Aid in gut 10 Minuten. Den Teig abgedeckt mindestens 30 Minuten ruhen lassen. 

Den Teig zu fingerdicken Rollen formen und in kleine Stücke (kleiner 1 cm) schneiden. Diese mit Daumendruck über ein bemehltes Gnocchi/Garganelli-Brett drehen. (Video)

Mit Mehl bestäuben. Pasta im kochenden Salzwasser al dente kochen. Abgießen und mit der bereit gestellten Sauce und Fleisch mischen. 

Bei uns gab es die Gnocchetti sardi mit Ragu' napoletano

Gnocchetti Sardi con ragu napoletana

Sonntag, 12. Februar 2017

#12von12 - Ausgabe Februar


Es ist wieder #12von12 - Erklärung hier

Um 6.30 Uhr wach - wie auch spätestens unter der Woche. Der Herr der Cucina macht Frühstück - alles wie immer, es gibt Hefezopf und frischen Orangensaft zu den selbst gemachten Marmeladen und einem Orangenblüten-Honig aus Sizilien.


Da die letzte Woche etwas zerrissen war und ich wenig Zeit am Schreibtisch hatte, gehts direkt dahin:


Diverser Kleinkram wird abgearbeitet, nur unterbrochen durch ...


... das monatliche Haare schneiden. Denn irgendwann, vor gut 20 Jahren, war der Herr der Cucina mein Meckern nach seinen Friseurbesuchen leid ("Sehen die denn nie die Wirbel?" "Was ist denn das für ein Schnitt?" ...) und drückte mir eine Maschine in die Hand. Und seit damals schneide ich. 

Zwischendurch noch aufhübschen und feststellen, daß das Chanel Serum langsam leer wird. Noch letztes Jahr war ich auf der Meinung "Wer braucht denn so was?", bis mir meine Lieblingsparfümerie-Verkäuferin eine 2-Wochen-Probe gab. Danach war ich verfallen. Die Flasche hielt aber auch jetzt seit September. Dann suche ich mal "ein paar" Groschen zusammen. 

Zurück am Schreibtisch öffne ich die gestrige Post und bekomme Blutdruck.


So gut wie kein Brief ärgerte mich so wie die jährliche IHK-Rechnung. Die machen nichts für mich. Grmpf.

Danach geht es nach Odelzhausen, ins Schloßgut zum Mittagessen mit den Eltern der Cucina. Auf halber Strecke zwischen München und Augsburg gelegen ein perfekter Treffpunkt. (Artikel gab es auch schon.)



Außerdem bringen mir meine Eltern die in Augsburg beim Händler eingelagerten Reifen mit. Der in den nächsten zwei Wochen anstehende Verkauf meines Autos soll 8-fach bereift vonstatten gehen. 

Aber nicht nur Reifen werden übergeben, sondern wie jedes Mal weitere "Waren" wie Maultaschen, Marmeladen, Brot, Fleisch - das geht hin und her. 


Zum Abendessen bekamen wir überraschend Besuch - gut, daß noch Maultaschen in der Gefriertruhe waren. 



Schließlich endet der Abend auf der Couch, mit einer Folge "Elementary" im Fernsehen und der aktuellen Vogue in der Hand. 


Aber nein, etwas fehlt noch - den Frühstückstisch decken wir noch gemeinsam, dann wird es morgen früh nicht so hektisch. 


Schönen Rest-Sonntagabend Euch allen!

Freitag, 10. Februar 2017

Borlotti-Bohneneintopf mit Spätzle


Das Rezept liegt schon ein ganze Weile auf Halde. Aber was solls?! Es ist ein schönes Herbst- und Wintergericht. Und wer getrocknete statt frische Bohnen verwendet, kann es jetzt auch gut kochen. 

Frische Borlotti-Bohnen hatte ich im September aus Italien mitgebracht. Was macht man daraus, wenn draußen das Wetter eklig, grau und kalt ist? Einen Eintopf. Der Kühlschrank war relativ leer - ich brauchte Inspiration und wurde bei Witzigmann und seinem Borlotti-Bohneneintopf mit Spätzle fündig. Nur leider hatte ich ganz viele Zutaten nicht zuhause - so wurde es mehr Inspiration als wirkliches Nachkochen. Aber es tat keinen Abbruch - und die Kombi Bohneneintopf und Spätzle, die muß ich mir merken, die ist einfach genial. 

Borlotti Bohneneintopf

Borlotti-Bohneneintopf mit Spätzle
4 Portionen

  • 250 g getrocknete Borlotti- oder Cannellini-Bohnen oder 1 kg frische Schoten  
  • 1,5 l lauwarmes Wasser zum Einweichen
  • 250 g geräuchertes Wammerl
  • 1/2 mit Lorbeerblatt und 3 Nelken gespickte Zwiebel 
  • 1 große Knoblauchzehe (ungeschält)
  • 1 Thymianzweig
  • 1 Rosmarinzweig

Gemüse-Einlage

  • 1 EL Olivenöl
  • 1 geschälte Knoblauchzehe (fein gehackt)
  • 100 g geschälte Zwiebel (feine Würfel)
  • 1 Zucchini (feine Würfel)
  • 500 g Kartoffeln, festkochend (kleine Würfel)
  • 3 EL Tomaten-Polpa
  • 100 g gewaschener Lauch in Ringen
  • Salz
  • Pfeffer
  • Schärfe in Form von gemahlenen Peperoncini oder Piment d'Espelettes

Spätzleteig

  • 300 g Mehl (Weizen, 405er)
  • 3 Eier
  • ca. 100 ml Wasser 
  • Salz

Getrocknete Bohnen über Nacht einweichen. Bohnen im Einweichwasser zum Kochen bringen, Schaum abschöpfen, das Wammerl mit gespickter Zwiebel und Knoblauch zu den Bohnen geben. Etwa 1,5 Stunden weich köcheln. 

Olivenöl erhitzen, Knoblauch beigeben, goldgelb anschwitzen, Zwiebel beigeben, goldgelb anschwitzen, Kartoffeln und Zucchini zugeben, ca. 5 Minuten später. Tomaten-Polpa sowie Lauch beigeben. Salzen, pfeffern. 

Gespickte Zwiebel entfernen, die Gemüsemischung zu den Bohnen geben, einige Bohnen zerdrücken, um eine Bindung zu bekommen. Noch einmal 15 Minuten leicht köcheln lassen. Wammerl entnehmen, in kleine Stücke schneiden und wieder zugeben. Mit Thymian und Rosmarin, sowie Salz, Pfeffer und Schärfe abschmecken. 

Spaetzle zu Bohneneintopf

Aus den Zutaten einen Spätzleteig herstellen, so lange rühren, bis er Blasen schlägt, dabei immer nur etwas Wasser nachgießen, bis er eine zähflüssig-teigige Konsistenz hat. Min. 30 Minuten ruhen lassen. 

Dann in kochendes Salzwasser schaben, drücken oder wie auch immer Ihr gerne Eure Spätzle macht und eßt. Mit dem Eintopf servieren.

Herzkastanie

Herz-Herbst