Sonntag, 22. Februar 2015

F - Montpellier - Herbsttag und Rückflug


Irgendwann war auch dieser Urlaub zu Ende. 14 Tage waren wir im Languedoc-Roussillon, vorwiegend um Montpellier und Carcassonne. Schöne und erholsame Wochen im September. Den letzten Tag verbrachten wir noch einmal direkt in Montpellier, stellten das Mietauto mit den gepackten Koffern in die Tiefgarage und genossen Wärme und südfranzösisches Flair, bis uns der Flieger abends wieder nach München bringen sollte. 

Erste Station war das Musée Fabre. Als großartiges Kunstmuseum angekündigt, waren wir etwas enttäuscht von der Anzahl der ausgestellten Bilder: 

Musee Fabre 

Vorbei am Dom von Montpellier mit seinen gigantischen Säulen am Eingang: 

Montpellier Dom 


Auf der Place Jean Jaurès genossen wir noch einmal die Herbstsonne, tranken Wein und aßen zu Mittag im Restaurant "Le Tire Bouchon":


Montpellier Tire Bouchon Montpellier Tire Bouchon Dessert 
Gebratenes Pain d'Epices mit Pfirsichen und Pfirsicheis

Montpellier Baguette Heimflug 

Die letzten Einkäufe passten nur noch oben drauf, alle Taschen waren schon voll. Und auf gings zum Flughafen und nach Hause. 

Schön war's, Frankreich! Wie jedes Mal. Wir kommen wieder!

Montpellier Rueckflug
(Wie sagte meine Timeline, als ich dieses Bild postete: 
"Wurdet Ihr evakuiert?") 

Samstag, 21. Februar 2015

F - Nîmes


Wenn römische Steine in der Nähe sind, MUSS ich da hin, wie Ihr wißt. Und so war schnell klar, daß wir von Montpellier auch noch einen Ausflug nach Nîmes machen wollten. 
Die Kelten, die Römer, die Araber, die Franken, die Hugenotten, die Franzosen - alle herrschten schon einmal über Nîmes. 
Anziehungspunkte sind die Bauten der Römerzeit, allen voran das Amphitheater. Die Arena ist 133 Meter lang und 101 Meter breit. 20.000 Personen passen hinein. 

Nimes Arena

Durch die Stadt ließen wir uns treiben. Bei tollstem Wetter bummelten wir durch kleine Gassen, entdeckten Innenhöfe, tranken einen Aperitif, aßen Eis, ließen es uns gut gehen. 

Überall findet sich das Emblem der Stadt - eine Palme mit angebundenen Krokodil. Das angekettete Krokodil stammt von einem römischen Münzmotiv und symbolisiert das durch die Römer besiegte Ägypten. Diese Münze wurde in Nîmes geprägt. 

Nimes Wahrzeichen

Nimes Uhrenturm

Nimes Palme

An manchen Ecken fühlt man sich wie in Paris: 


Nimes wie Paris

Nimes Palais de Justice

Sehr lange hielten wir uns in der Markthalle auf - wie kann es auch anders sein. Und da sich unser Urlaub dem Ende näherte, kauften wir ein ... Zwiebeln, Knoblauch, Olivenöl, Wein, Gewürze ... leider durch das Gewichtslimit bei Fluggepäcks begrenzt. 


Nimes Markthalle

Mittwoch, 18. Februar 2015

Rosenkohlquiche mit Kopfsalat


Wintergemüse-Küche vom Feinsten - ein Mürbeteigboden, darauf Bauchspeck, Rosenkohl und ein Eierguß. Ergänzt mit einem feinen Kopfsalat. (Wer es lieber ganz vegetarisch mag, läßt einfach den Speck weg.) Mir gefällt diese würzig-rauchige Geschmackskomponente ausgesprochen gut. 

Rosenkohlquiche 

Rosenkohlquiche
24 cm Quicheform

Mürbeteig 
  • 200 g Mehl 
  • 1 EL Zucker 
  • Salz 
  • 120 g Butter
  • 1 Eigelb 
Belag
  • 100 g Bauchspeck, in feine Streifen geschnitten 
  • 350 g Rosenkohl
  • 200 ml Milch 
  • 100 g Crème fraiche 
  • 3 Eier 
  • Salz
  • Pfeffer 
  • Piment d'Espelette
  • frisch geriebene Muskatnuss 

Alle Zutaten für den Mürbeteig rasch vermischen und zu einer Kugel formen. In Frischhaltefolie wickeln und mindestens 30 Minuten im Kühlschrank ruhen lassen. 

Rosenkohl putzen, halbieren und bißfest kochen. Den Bauchspeck in einer beschichteten Pfanne etwas anschwitzen. 

Backofen auf 200°C vorheizen. 

Milch, Crème fraiche und Eier verquirlen, würzen. Form fetten, Teig dünn ausrollen und die Form mit einem ca. 3 cm hohen Rand auslegen. Rosenkohl mit der Schnittfläche nach oben darauf verteilen, ebenso die Speckstreifen, und mit der Eiersahne begießen.
Im Ofen auf der zweiten Schiene von unten 30 bis 40 Minuten backen.

Samstag, 14. Februar 2015

F - Lac du Salagou


Einer unserer Ausflüge von Montpellier ins Hinterland führte uns an den Lac du Salagou, einen Stausee bei Clermont-l'Hérault. Die Gegend ist geologisch sehr interessant, es gibt viele Fossilien und die Erde ist sehr oft feuerrot. Wer sich für die Hintergründe interessiert, findet hier detaillierte Informationen dazu. 

Lac du Salagou 3 

Wir umrundeten den Stausee, fuhren durch Weinberge und steppenartige Landschaften.

Lac du Salagou 2 

Lac du Salagou 1 

Ein schönes Dörfchen ist Salasc im Südwesten des Sees mit einem malerischen Dorfplatz: 

Salasc 

Im Osten des Sees findet sich die Staumauer, die man als Fußgänger überqueren und die Gegend zu Fuß oder mit dem Mountainbike entdecken kann. 

Lac du Salagou 5 

Auf der Staumauer: 

Lac du Salagou 4 

Gibt es eigentlich Süßwassermuscheln? Wir fanden sie am Rand des Stausees.  

Lac du Salagou Muscheln

Von Montpellier aus ist das ein toller Halbtagesausflug, der sich aber auch gut mit der Besichtigung der Pont du Diable verbinden läßt. 

Mittwoch, 11. Februar 2015

Wintereintopf mit Rosenkohl


Die ersten Sonnenstrahlen kommen schon wieder ums Haus herum und treffen den Eßtisch, es wird heller und der Heuschnupfen ist auch schon da. Aber es ist kalt draußen, sehr kalt. Die richtige Zeit für einen schönen Gemüseeintopf, ergänzt durch ein bißchen Speck und Wienerle. 

Selbst ich, die ich bei Rosenkohl nicht unbedingt HURRA rufe, fand ihn wunderbar. 

Wintereintopf

Wintereintopf mit Rosenkohl
2 große Portionen

  • 3 EL Olivenöl
  • 50 g Bauchspeck, grob gewürfelt
  • 1/4 Lauch, in schmale Ringe geschnitten
  • 4 mittelgroße Kartoffeln, geschält, gewürfelt
  • 250 g Rosenkohl, geputzt, halbiert
  • Brokkoli, eine Handvoll Röschen
  • 3 Wienerle, in Scheiben geschnitten
  • Schnittlauch für Garnitur
  • Salz, Pfeffer, Piment d'Espelette
  • Gemüse- oder Fleischbrühe, zur Not auch einfach Wasser

Olivenöl erhitzen, Bauchspeck und Lauch darin anschwitzen. Kartoffelwürfel dazugeben, kurz mitbraten, dann Rosenkohl und Brokkoliröschen untermischen. Mit Brühe oder Wasser aufgießen, so daß alles knapp bedeckt ist. Mit den Gewürzen abschmecken. Aufkochen, dann zurückdrehen, so daß es nur noch ein bißchen köchelt. Deckel drauf für eine 3/4 Stunde. 
Wienerle untermischen und warten, bis sie erwärmt sind. Mit Schnittlauch garnieren. 

Sonntag, 8. Februar 2015

F - Saint-Jean-de-Fos - Pont du Diable


Nach unseren Tagen in Carcassonne zog es uns wieder zurück ans Meer nach Montpellier. Das Wetter war toll, wir wollten noch ein paar Tage Meeresluft schnuppern. Natürlich hielt uns das nicht, kleine Ausflüge ins Hinterland zu machen. 
Eines unserer Ziele war der Ort Saint-Jean-de-Fos. Dort kommt der Hérault, ein Fluss aus den Bergen am Ende einer Schlucht in die Ebene heraus. Und genau an diesem Ende spannt sich die Pont du Diable (Teufelsbrücke) über den Fluß. 

Über eine Länge von 18 Metern und in 16 Meter Höhe führt die Brücke über den Hérault. Sie wurde im 11. Jahrhundert gebaut und ist Teil des französischen Abschnitts des Jakobswegs nach Santiago de Compostela. Heute steht sie unter Denkmalschutz. 

Pont Du Diable


Pont du Diable im Vordergrund - nur noch für Fußgänger freigegeben. Im Hintergrund ist die neue Autobrücke zu sehen. 


Pont du Diable Schild



Pont Du Diable Pflaster 


Nicht unbedingt mit Stöckelschuhen zu überqueren. 


Pont du Diable Blick Strasse 


Blick in die Schlucht


Pont du Diable Warnschild 


Warnschild - Viele springen von der Brücke und werden verletzt oder sterben. 
(Wind, versteckte Höhlen oder Felsen) 


Pont du Diable See 


Badesee auf der anderen Seite der Brücke, wunderschön gelegen. Bei uns war es leider schon zu kalt. 

Mittwoch, 4. Februar 2015

Ligurien und seine kulinarischen Genüsse


Nach Ligurien führte uns der Urlaub lange nicht mehr, jedenfalls nicht zu Zeiten dieses Blogs, und das gibt es inzwischen auch schon acht Jahre. 
Zwei Wochen hatten wir 2001 in Sanremo und Umgebung Anfang März Urlaub gemacht und die milde Luft, exzellentes Essen und Kultur genossen. Und natürlich hatten wir das Auto vollgepackt, vor allem mit Olivenöl, Oliven, Rotwein (Rossese di Dolceacqua). 
Schön wars und die kulinarischen Schlager der Region begleiten uns seit damals. Das ligurische Olivenöl, steht neben dem sizilianischen und toskanischem immer im Schrank, die Oliven ebenso. Die Pesto wird selbstgemacht, nur der Rossese ist hier in Deutschland schwer zu bekommen. 

So positiv zu Ligurien gestimmt, hatte es die Einladung des ligurischen Tourismusbüros leicht, uns zur Vorstellung der neuen Webseite der Region im Rahmen eines kulinarischen Abends bei Foccaccia, Pesto und ligurischen Weinen zu locken. 

Mit Sergio Muto, dem Pesto-Weltmeister 2012, bereiteten wir gemeinsam Pesto zu, die wir dann zusammen mit Trofie (einmal mit Kartoffeln und grünen Bohnen und einmal ohne) gegessen haben. Der toskanische Koch Luigi Totaro versorgte uns zusätzlich mit Foccaccia und Kastanienkuchen. 

Ligurien Event 1 2015 Ligurien Event 2 
Wir hatten sehr viel Spaß an diesem Abend - danke an Sergio und Luigi sowie das Ligurische Tourismusbüro

Ligurien Event 3

Sonntag, 25. Januar 2015

F - Bram - L'Île au Oiseaux


Nach unserem Spaziergang am, aber auch nach unserer kleinen Bootstour auf dem Canal du Midi waren wir direkt "am Hafen" von Bram essen. Das etwas baufällig wirkende Haus beherbergt ein kleines Restaurant. Aber eigentlich stimmt das so gar nicht. Im Inneren sind nur die Toiletten und der Vorratsraum. Gekocht und ausgeschenkt wird in zwei Holzhütten an der Front des Hauses, gegessen wird auf den Terrassen entlang des Kanals. 

Es ist einfache, frische Küche, die man bekommt - Miesmuscheln, Schwertmuscheln, Fisch, Salat, Eis. Und auch die Zubereitung ist keine aus der Sterne-Küche, aber ehrlich und klar. Und die Preis sind dementsprechend niedrig. (Nur die fertige Salatsauce störte das Bild.)


Canal du Midi Essen
Restaurant am Canal du Midi

Canal du Midi Essen Kueche
Die Küche des Restaurants

Canal du Midi Essen Muscheln
Miesmuscheln mit Pommes

Canal du Midi Essen Fisch
Thunfisch

Restaurant "L'Ile aux Oiseaux"  
Port de Bram - Canal du Midi 
11150 BRAM 
Telefon 0033 - 04 68 24 53 66

Samstag, 17. Januar 2015

F - Bram - Canal du Midi


Wenn wir erzählen, daß wir im Languedoc waren, ist die erste Frage, ob wir eine Hausboot-Tour auf dem Canal du Midi gemacht hätten. Nein, haben wir nicht. Wir wollten beim ersten Aufenthalt in dieser Region flexibel und mit Auto unterwegs sein, um ggf. beim zweiten Mal eine Strecke auf dem Kanal zu wählen, die unserer Vorstellung entspricht. 

Aber natürlich kreuzte der Canal immer wieder unsere Route. Und einen Samstagvormittag lang wanderten wir an ihm entlang. Herrlich entspannend, ruhig und eingehüllt von herbstlichem Licht ging es einige Kilometer parallel zum Wasserweg zu Fuß. Eine Idylle, die wir am nächsten Tag dann bei herrlichstem Wetter noch mal genossen - dieses Mal zu zweit an Bord eines kleinen Elektrobootes und mit der grandiosen Geschwindigkeit von 5 km/h zwischen zwei Schleusen in der Nähe von Bram. 
Entschleunigend, entspannend, empfehlenswert!


Canal du Midi 1

Canal du Midi 2

Canal du Midi 3

Canal du Midi 5

Canal du Midi 4

Mittwoch, 14. Januar 2015

DFO - Leberkäs mit Spiegelei


Die StattKantine läuft seit letzter Woche wieder regelmäßig, denn der Herr der Cucina benötigt Mittagessen aus der heimischen Küche. Und gibt es auch für mich wieder an manchen HomeOffice-Tagen ein "einsames" Mittagessen

Gestern gab es einen bayrischen Wirtshausklassiker: Ein Stück Leberkäse, angebraten, und dazu ein Spiegelei sowie eine Scheibe Brot. 
Das ganze steht und fällt mit der Qualität des Leberkäses. Wenn er zu fett ist oder überwürzt, schmeckt er angebraten noch schlimmer als in heißem Zustand und das Gericht ist nicht zu retten. 

Aber wenn er genau richtig ist, dann ist diese Kombination ein Traum. Hausmannskost vom Feinsten. 


Leberkaese Spiegelei