Sonntag, 29. Mai 2016

New York am 23.04.16 - Upper Westside, typischer Diner und ein schöner Park


Dieser New York Tag startete mit Nieselregen, aber natürlich ließen wir uns von unserer Runde nicht abbringen. Zu Fuß ging es nach einem gemeinsamen Frühstück zum Grand Central Terminal, wo wir das Shuttle - eine U-Bahn zwischen den zwei Stationen - zum Times Square nahmen und dann weiter per U-Bahn zum Columbus Circle fuhren. 

2016 04 23 003 Grand Central CuCa
Grand Central Terminal - Shuttle - bröselige Träger mit Rostlöchern unter dem Columbus Circle

Ein richtiges Ziel hatten wir nicht, wir wollten den Broadway ab Columbus Circle Richtung Norden durch die Upper Westside entlang schlendern. 

Am Lincoln Center war Wochenmarkt: 

2016 04 23 010 Bauernmarkt CuCa
Pflanzen, Ahornsirup, Zuckerwatte, gekühlter Apfelsaft

Manche Häuser am Broadway könnten - mit weniger Geschossen - auch an den Prachtstraßen in Paris stehen:

2016 04 23 014 Broadway Paris CuCa
Broadway Ecke W 73rd

Zum Mittagessen war es für uns noch zu früh, aber die Foodtrucks machten sich schon bereit: 

2016 04 23 015 Broadway Pizzawagen CuCa

Ecke W 76th erledigte ich meine Kosmetik-Einkäufe bei Sephora, während der Herr der Cucina und unsere Freundin vor der Tür warteten und ratschten. 

Weiter ging es den Broadway entlang, vorbei an dieser wundersamen First Baptist Church an der Ecke zur 79th:

2016 04 23 020 Broadway Kirche CuCa

Langsam aber sicher fing ich an zu quängeln. Hunger! Ein paar Blocks ging es aber noch Richtung Norden bis uns der Metro Diner gefiel. Das Lokal wurde 1996 an der Ecke Broadway - 100th Street eröffnet, macht wirklich den Eindruck eines alten, traditionellen Diners, wie man ihn aus Filmen kennt. 

2016 04 23 037 Metro Diner CuCa

Klassische Diner-Gerichte wie Burger, Club Sandwiches, Steak-cut fries, Omelettes (aus frischen Eiern) finden sich auf der Karte. Für uns gab es verschiedene Burger, z.B. mit Bacon oder scharf mit Chili und Avocado. Unsere Freundin bestelle sich als Beilage Cheese Grits, etwas, was ich bisher nicht kannte. Grits ist so etwas wie eine Polenta aus grobem Maismehl, aber mit viel Butter - und hier mit viel Käse - gemischt. Es ist unglaublich sättigend. Der Herr der Cucina probierte, fand es ausgesprochen lecker ... bald soll es das auch zuhause geben. ;-)

2016 04 23 038 Metro Diner CuCa

Frisch gestärkt folgten wir dem Broadway weiter Richtung Norden, bogen dann aber die 109th ostwärts ein, um zur Cathedral Church of Saint John the Divine zu gelangen, die wir besichtigten. Die Kathedrale ist Sitz der episkopalen Diözese von New York, Sitz des Bischofs und dem heiligen Johannes geweiht. Ihre Orgel gehört zu den bekanntesten der Welt und besitzt 151 Pfeifenreihen mit 8514 Pfeifen. 

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The Cathedral Church of Saint John The Divine

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"Übersetzungen" am Kirchenzaun

Nachdem wir von der 59th bis zur 113rd Street den Broadway gelaufen waren, machten wir langsam kehrt, nahmen aber für den Rückweg nicht den Broadway oder gar die U-Bahn, sondern gingen zum Riverside Park am Hudson River hinunter. 

2016 04 23 056 Riverside Park CuCa

Durch die Grünanlagen und vorbei an herrschaftlichen Häusern ging es entlang des Hudson River zurück. 

2016 04 23 057 Riverside Park CuCa

Wir kauften Brot und Gemüse bei Zabar's (Bericht über dieses Feinkostgeschäft gab es 2011), nahmen ab der 72nd Street am Broadway die Metro bis Times Square, wechselten wie morgens ins Shuttle zur Grand Central Station und kauften im dortigen Markt noch ein wenig Shrimps fürs Abendessen. 

2016 04 23 065 Abendessen CuCa

Abendessen, Ratsch, Internet, Buch, Bett. 

Nützliche Informationen: 

Metro Diner, 2641 Broadway (Ecke West 100th), New York, Telefon 001 - 212 - 866 0800

Zabar's, 2245 Broadway (Ecke 80th Street), New York, Telefon 001 - 212 - 787 2000

The Cathedral Church of Saint John The Divine, 1047 Amsterdam Avenue at 112th Street New York, Telefon 001 - 212 - 316 7540

Donnerstag, 26. Mai 2016

New York am 22.04.16 - Kurzwaren, Steaks und Seilbahn


Da unsere Gastgeberin wieder im Land war, frühstückten wir erst einmal lange und erzählten uns jeweils unsere Erlebnisse der letzten Tage. 

2016 04 22 002 Fruehstueck CuCa 

Wir zogen zu dritt los und erledigten touristische Angelegenheiten: Wir kauften in der Post Briefmarken für die Postkarten nach Hause und verlängerten unsere MetroCards um eine weitere Woche. 

2016 04 22 005 Post Grand Central CuCa
Schließfächer in der Post am Grand Central Terminal

Für 13 Uhr hatten wir einen Tisch in Keens Steakrestaurant reserviert. Bis dahin bummelten wir durch die Gegend, erst die 5th Avenue Richtung Süden bis zum Empire State Building. (Bericht 2011)

2016 04 22 006 Empire State CuCa
Empire State Building

Dann ging es in die 39th Street zwischen 7th und 8th Avenue. Hier gibt es viele Stoffgeschäfte, mal orientalisch, mal indisch - außerdem in dieser Gegend: Kurzwarenläden unglaublichen Ausmaßes.  

2016 04 22 010 Kurzwaren CuCa

Vorbei an einem alten Krankenwagen: 

2016 04 22 016 Krankenwagen CuCa

Schließlich kamen wir um 13 Uhr wie geplant bei Keens Steakhouse (Bericht 2011) an. Hier waren wir schon 2011 eingekehrt und ich wollte unbedingt wieder hin, um ein Prime Rib zu essen. Bilder gibt es dieses Jahr keine - es war wieder so irre dunkel, daß die Fotos einfach keinen Sinn machten. Schaut einfach die 2011 Bilder an, dann bekommt Ihr einen Eindruck. 
Wir aßen exzellent und klassisch, verschiedene Steaks mit Pommes und Gemüse, tranken verschiedene offene Weine und kamen gesättigt und glücklich wieder ans Tageslicht. 

Mit dem Bus gings die 34th Straße nach Osten zur 2nd Avenue und dann in den Norden zur 59th Straße. Hier wartete die Seilbahn nach Roosevelt Island auf uns. 

Die Roosevelt Island Tramway verbindet die Roosevelt Island seit 1976 mit Manhattan und kann mit der MetroCard benutzt werden. Ursprünglich als Übergangslösung gedacht, um die Insel nach dem Bau von Wohnungen an Manhattan anzuschließen und weil der Bau der U-Bahn sich stark verzögerte, wurde sie nach deren Fertigstellung nicht abgerissen sondern sogar 2010 neu gebaut und blieb - vor allem als Touristenmagnet. 

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Warten auf die Gondel mit Blick auf die Queensboro Bridge

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Und los gehts. 

Die Seilbahn ist 945 m lang und hat drei bis zu 76 m hohe Stützen. 

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Queenboro Bridge von unten, parallel die Seilbahn
- gesehen von Roosevelt Island -


Roosevelt Island liegt im East River zwischen den Stadtteilen Manhattan und Queens und ist rund 60 Hektar groß. Früher gab es auf der Insel Strafanstalten und Krankenhäuser, die inzwischen alle verlagert wurden. In den 1960er und 70er Jahren begannen die Planungen für Wohnungen. 

Wir spazierten am East River entlang in Richtung Süden zum "Four Freedoms Park", der 2012 eröffnet wurde und an eine Rede von Theodor Roosevelt vom Januar 1941 erinnern soll.

Dabei kamen wir am Smallpox Hospital (Pockenkrankenhaus) vorbei, das ab 1856 100 Jahre in Betrieb war und 100 Betten beherbergte. Die Ruine steht auf der Liste der denkmalgeschützten Bauwerke New Yorks. 

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Smallpox Hospital

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Four Freedoms Park


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Schiffverkehr auf dem East River

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Promenade auf Roosevelt Island

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Und wieder zurück zur Seilbahn

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Gegenverkehr über dem East River

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Mehrgeschossige Queensboro Bridge über der 1st Avenue

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Querung der 1st und 2nd Avenue

Danach gings zu Fuß die 2nd Avenue entlang, es wurde eingekauft für Salat und Spaghetti Bolognese. Danach gekocht, gegessen, geratscht, gelesen, geschlafen. 

Nützliche Informationen: 

Keens Steakhouse72 W 36th Street, New York
Öffnungszeiten: Montag - Freitag 11:45 - 22:30 Uhr, Samstag 17 - 22:30 Uhr, Sonntag 17 - 21:30 Uhr 

The Roosevelt Island Tram, E 60th Street and 2nd Avenue, New York   
Öffnungszeiten: Sonntag bis Donnerstag 6 - 2 Uhr, Freitag und Samstag 6 bis 3:30 Uhr

Sonntag, 22. Mai 2016

New York am 21.04.16 - Met, Pastrami und die Lexington


Die Gegend, in der wir in New York übernachteten, war an diesem und am folgenden Tag geprägt durch die Weltklimakonferenz der UNO. Straßen waren mit Betonklötzen blockiert, 10 Blocks weit Parkverbot, in der Einfahrt der hauseigenen Tiefgarage standen zwei Polizeiautos. An jeder Ecke Polizisten, Secret Service (warum haben die das groß auf ihren Westen stehen?), Counterterrorism (Terrorbekämpfung). Immer wieder wurden Straßenzüge für Durchfahrten schwarzer Limousinenkolonnen für kurze Zeit gesperrt. 


2016 04 21 004 UN abgesperrt CuCa

Wir konnten aber relativ unbehelligt die Gegend verlassen, mußten nur ein wenig weiter zum Bus laufen. Wir fuhren die 1st Avenue entlang und nahmen dann an der 79th Street den Bus nach Westen bis zur 5th Avenue. 


2016 04 21 008 Met Museum Pano CuCa
Panorama (für Vergrößerung bitte anklicken)

2016 04 21 007 Met Museum CuCa

So kommt man direkt zum Metropolitan Museum. Dieses Museum hatten wir 2011 (Bericht) insgesamt dreimal besucht. Heute wollten wir die Mode und Kostüm-Abteilung besichtigen.

Bei unserem diesjährigen Besuch hatten wir etwas Pech. Die Modeabteilung war geschlossen wegen einer Sonderausstellung, die am 3. Mai startete. (Jaaa, wir hätten uns erkundigen sollen.) Im Bereich der Modernen und Gegenwartskunst, den wir statt dessen besichtigten, waren ganze Bereiche nicht zugänglich (Personalmangel?) und die Sonderausstellung von Alex Katz, einen Maler, dessen Bilder wir beide gerne sehen, bestand nur aus sieben Werken. 

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Blick aus der ägyptischen Sammlung in den Central Park

So bummelten wir ein bißchen durch die europäische Gemäldesammlung des 20. Jahrhunderts und die alten Ägypter. 

2016 04 21 011 Met Museum Pano CuCa
Panorama (für Vergrößerung bitte anklicken)

Außerdem fuhren wir auf die Dachterrasse, die einen wunderbaren Blick über den Central Park und die Skyline von Midtown liefert. Auch hier steht Kunst, im Moment die Installation von Cornelia Parker, die das Haus aus Hitchcocks Film "Psycho" zeigt. 

2016 04 21 010 Met Museum CuCa

Auf den Stufen vor dem Met lauschten wir in der Sonne einer kleinen Jazz-Band, bevor wir die 82nd Street Richtung Osten nahmen. In diesem edlen Wohnviertel auf der Upper East Side begegneten uns Kindermädchen, Hundesitter, und gepflegte, ältere Damen mit ihren Betreuerinnen. 

2016 04 21 055 Park Ave CuCa
Park Avenue

2016 04 21 050 Hundesitter CuCa

Wir bogen auf die Lexington Avenue ein und folgten dieser nach Süden. Zwischen 82nd und 65th Street gibt es viele kleine Geschäfte. Der Spaziergang war kurzweilig und für New York relativ ruhig. 

2016 04 21 060 Pastrami Queen CuCa

Der Herr der Cucina legte zur Brotzeit einen kleinen Zwischenstop bei Pastrami Queen ein. Die Pastrami war exzellent und so schnell verdrückt, daß wir das Foto ganz vergaßen. Ihr müßt uns das jetzt glauben. 
Ich kaufte mir auf dem Weg neue Kopfhörer für mein iPhone, die ich nicht mehr wiederfand. (Ich verliere nie etwas - auch dieses Mal nicht, wie sich nach zwei Wochen herausstellte. Sie lagen unter dem Beistelltisch bei meiner Freundin.) 

2016 04 21 061 NYPD Auto CuCa
Verkehrspolizei

2016 04 21 064 Meldepfosten CuCa
Notrufsäulen

Unsere kleine Mittagseinkehr machten wir bei "Eat here now", einem klassischen Diner unter griechischer Führung. Die Burger waren ok, die selbstgemachte Limonade sehr gut, ebenso der Salat und die Pommes. 

2016 04 21 072 Eat here now CuCa

Einen kleinen Schwenk zu Sephora, um die Kosmetikpreise zu checken, aber noch kein Einkauf - dann ging es zurück in die Wohnung, ein kleiner Mittagsschlaf. Unsere Freundin und Gastgeberin kehrte aus dem Urlaub zurück - wir aßen Kalbsgulasch mit frischem Gemüse, quatschten und tranken Wein. 


Praktische Informationen: 

Metropolitan Museum, The Met Fifth Avenue, 1000 Fifth Avenue, New York
Öffnungszeiten: Sonntag - Donnerstag 10 - 17.30 Uhr, Freitag + Samstag 10 - 21 Uhr
Eintrittspreis: 25$ pro Person, wobei man zahlen darf, was man möchte oder kann

Pastrami Queen, 1125 Lexington Ave, Ecke 78th Street und Lexington Avenue, New York
Öffnungszeiten: Montag - Sonntag 10 - 22 Uhr

Eat here now, 839 Lexington Avenue, New York
Öffnungszeiten: Montag - Sonntag 6 - 22 Uhr

Sephora, 750 Lexington Avenue, New York
Öffnungszeiten: Montag - Samstag 9 - 21 Uhr, Sonntag 10 - 20 Uhr

Samstag, 21. Mai 2016

New York am 20.04.16 - HighFive, etwas Ruhe und das Gegenteil


Heute taten wir was, was wir schon seit Beginn unseres Urlaubs in New York tun wollten: Wir ließen es ruhig angehen. 


2016 04 20 002 Fruehstueck CuCa

Erst frühstückten wir ausführlich und in Ruhe, dann besuchten wir einen nahen und kleinen Bauernmarkt auf der Dag Hammarskjold Plaza. Viel Auswahl gab es nicht, aber die Anzahl an Blattsalaten, Sproßen und Kräutern fand ich außergewöhnlich. 


2016 04 20 006 Bauernmarkt CuCa

Bei starkem Wind spazierten wir Richtung 5th Avenue. Ich hatte am ersten Tag, so ungefähr im ersten Geschäft ein paar tolle Sneaker von Nike gesehen, die ich heute probieren/kaufen wollte. Und so war unser Ziel "niketown" an der Ecke zur 57th Straße. 

Das Geschäft zieht sich über drei Stockwerke und beinhaltet alles, was das Herz zu dieser Marke begehrt ... nur nicht meine gewünschten Schuhe. Der sehr nette Verkäufer, der gleich noch seinen Chef dazuholte, als ich ihm ein Foto meiner Wunschschuhe zeigte, erklärte mir, daß dieses Paar Schuhe seit einer Woche im Handel aber schon ausverkauft sei. :-( Dann aber zogen beide los, um zu sehen, ob noch irgendetwas möglich wäre. Es wurde geklärt, ob in der Fabrik noch welche lägen, die man mir innerhalb des Resturlaubs liefern könnte. Und dann fanden sie noch ein Paar an einer großen Dekowand, der Dekorateur wurde gerufen, die Schuhe "abmontiert" - und es war genau meine Größe. Anprobiert. Gekauft. (Von meiner Seite ein verzögertes) HighFive mit allen Verkäufern. 
Sind sie nicht hübsch? (Oder wie meine Mama sagte, als ich ihr ein Foto schickte: Kommst Du in die Midlifecrisis?) 


2016 04 20 014 Nike CuCa
Bitte andere Socken dazudenken. ;-) 

Draußen wehte inzwischen bei strahlend blauem Himmel ein kalter Wind durch die Häuserschluchten, gegen den wir ankämpften und im Time Warner Center am Columbus Circle Schutz suchten. Ich shoppte Karten von Crane + Co., wir bummelten ein bißchen durch das Center und holten uns beim Bio-Supermarkt Whole Foods im Keller eine Kleinigkeit zum Mittagessen. 


2016 04 20 015 TimesSquare CuCa

Beim letzten New York Besuch waren wir schon einmal kurz am Times Square, aber nicht besonders überzeugt von dieser Gegend. Zu laut, zu voll, zu bunt, zu touristisch. Auch dieses Mal zog es uns nur einmal mitten hinein. Wobei ich mich der technischen Faszination der Wände nicht entziehen kann.


(Streifen und Klötzchen entstanden bei der Aufnahme, 
in Wirklichkeit ist alles fehlerfrei)

Wir saßen ein bißchen in der Sonne, prüften die Last-Minute-Ticket-Preise bei tkts, entschieden uns gegen einen Broadwaybesuch, bummelten die 7. Avenue zum Central Park und verbrachten eine gute Stunde auf einer Park Bank. Beobachteten Radler, Fußgänger, Kutschen und Rikschas. (Kommen nur mir Preise zwischen 3 und 6$ die Minute für eine Rikschafahrt extrem teuer vor?)
Mein Heuschnupfen hatte das erste Mal in New York spürbare Auswirkungen auf meinen Körper. Die Bäume waren durch eine Woche schönstes Wetter inzwischen fast alle in voller Blüte - ein Spaziergang durch den Park wie vor einer Woche ließen wir lieber. 

Danach besuchten wir ein zweites Mal Whole Foods, kauften Avocados, Tomaten, Jakobsmuscheln und Shrimps für unser Abendessen, ein Stück Kalbfleisch und Erbsen für ein Gulasch am nächsten Abend. Unsere Gastgeberin sollte am nächsten Tag wieder aus ihrem Urlaub zurückkommen. 


2016 04 20 017 Weine CuCa

2016 04 20 020 Abendessen CuCa

Wir stellten die Einkäufe in der Wohnung ab und liefen noch mal los, um Wein zu kaufen. Danach kochen, essen (Jakobsmuscheln und Shrimps in Olivenöl mit Knoblauch, dazu Weißbrot und Salat), Internet, schlafen. 

Nützliche Informationen:

Dag Hammarskjold Plaza Greenmarket, 47th Street at Second Avenue, New York
Öffnungszeiten: jeden Mittwoch von 8 - 16 Uhr

niketown New York, 6 East 57th Street, New York
Öffnungszeiten: Montag - Samstag 10 - 20 Uhr, Sonntag 11 - 19 Uhr

Whole Foods, 10 Columbus Circle, Lower Concourse Level of the Time Warner Center, New York 10019
Öffnungszeiten: täglich 7 - 19 Uhr 

Turtle Bay Liquors, 855 2nd Avenue (between 45th and 46th Street), New York 10017
Öffnungszeiten: Montag - Donnerstag 8 - 22 Uhr, Freitag + Samstag 8 - 23 Uhr, Sonntag 12 - 20 Uhr

Mittwoch, 18. Mai 2016

New York am 19.04.16 - Unerwartetes, ein schönes Viertel und ein langer Spaziergang


Sicherheitshalber ging heute der Wecker um 7 Uhr, er war aber gar nicht von Nöten - wir waren vorher wach. Kaffee, Brot und süßer Aufstrich, frischer Orangensaft, Joghurt, Obst. 


2016 04 19 001 Laster CuCa
Abbruch-Laster - schön lackiert

2016 04 19 005 Lexington Grand Central CuCa
Lexington-Avenue bei Grand Central Terminal

Punkt 9 gingen wir außer Haus. Wir hatten Karten für den Einlaß um 10 Uhr ins 9/11 Museum übers Internet gekauft. Das hieß, wir kämpften gegen die aus der Grand Central brechenden Pendlerströme (jeder ist mit Kaffee oder Smoothie, aber mindestens mit Smartphone bewaffnet) an, um dort die U-Bahn Richtung Süden zu nehmen. 

Schön ist das System der "Local"- und der "Express"-Bahnen. Züge der gleichen Linie fahren parallel auf zwei Gleisen, aber auf einem wird nicht an jeder Haltestelle gehalten - im Durchschnitt nur an jeder vierten. Das macht es bei größeren Strecken doch wesentlich schneller. Wer nur kleinere Abschnitte fährt, nimmt die "Local". Wir schafften damit die Strecke fast bis zur Südspitze Manhattans (Haltestelle Fulton Street) mit nur drei Haltestellen. 


2016 04 19 008 Fulton CuCa
In den meisten U-Bahn-Station sind die Stationnamen als Mosaik an den Wänden.

2016 04 19 011 OneWorld CuCa
Auf dem Weg von der U-Bahn zum Museum:
Blick auf das One World Trade Center

2016 04 19 014 911 Museum CuCa
Der oberirdische Eingangsbereich des Museumsbau "9/11 Memorial"

Geradewegs ging es ins Museum. Den Herrn der Cucina hatte ich fast ein bißchen überreden müssen, es zu besichtigen. Und auch ich wußte nicht viel davon, was uns erwartete. Aber wir fanden ein großartiges Museum vor. 


2016 04 19 018 911 Museum CuCa

Gut vier Stockwerke geht es in das Fundament und die Untergeschosse des ehemaligen World Trade Centers mit den zwei Türmen und den Nebengebäude. Und wie beim Memorial an der Oberfläche gelingt es dem Museum wieder einen Zugang zum Geschehen ohne großen Pathos zu schaffen. 


2016 04 19 039 911 Museum CuCa
Eine Außentreppe, über die sich viele Überlebende aus dem Gebäude retten konnten.

2016 04 19 030 911 Museum CuCa
Im vierten Untergeschoß steht man unter den Becken, die den Grundriß der Türme abbilden. 
Im Boden sind noch die Fundamente der Fassaden zu sehen. 

2016 04 19 042 911 Museum CuCa
Teile der Fassade, deren genaue Position am Gebäude 
durch eine beim Bau angebrachte, eindeutige Nummerierung möglich ist. 
Was Hitze und Kraft alles bewirken. 

2016 04 19 041 911 Museum CuCa
Feuerwehrauto - Antenne vom Dach des Nordturms (Durchmesser ca 2 Meter) - gebogener Stahlträger


2016 04 19 033 911 Museum CuCa
Im vierten Untergeschoss, in einem Becken, 
das den Hudson-River vom Fundament der World Trade Türme abhält. 


2016 04 19 040 911 Museum CuCa
Der letzte, abgebrochene Träger, an dem sich Feuerwehr-Bataillons, Helfer u.v.m. verewigt haben.

Da ist einmal die Technik - der Bau der Türme, die Art der Konstruktion, die Stahlträger, die technischen Hintergründe des Einsturzes. Da sind die Retter, die Feuerwehrleute, die Helfer. Da ist das chronologische Geschehen vom Beginn eines bis dahin normalen Tages, vom Kidnappen der Flugzeuge, die Einschläge, das Zusammenstürzen, das Bergen von Verschütteten, das Wegräumen des Schutts und der Neubau der Gebäude und des Museums. Alles begleitet von vielen kleinen Ausstellungsstücken, die illustrieren und ans Herz gehen. Und natürlich begleitet durch viele kleine Filme. Und dann sind da die Opfer. Ihre Fotos hängen an der Wand eines großen quadratischen Raumes und sie nehmen alle vier Seiten ein. Dazu gibt es interaktive Tafeln - man kann sich Daten, Fotos und Lebensgeschichte jedes einzelnen abrufen und anzeigen lassen. Dadurch bekommen die Opfer ein Gesicht, eine Geschichte. 
Ein wahrlich grandioses und großes Museum. Absolute Empfehlung!


2016 04 19 038 911 Museum CuCa
Die Wand der Erinnerung - jede Kachel steht für einen Toten. 


2016 04 19 062 911 Museum CuCa

Nach dem vielen langsamen Gehen im Museum liefen wir danach einfach mal Richtung Norden, zügigen Schritts durch Tribeca und Soho (Bericht aus 2011). Schauten hier und da in ein Geschäft oder Galerie, beobachteten die New Yorker, genossen die warme Frühjahrssonne. 


2016 04 19 067 Tribeca CuCa
Tribeca

2016 04 19 070 Soho CuCa
Schönes Lokal in Soho

2016 04 19 069 Soho CuCa
Soho

In der Hudson Street aßen wir in einem kleinen Café zu Mittag. (Darüber legen wir eine Hülle des Schweigens. Der schlechteste Hamburger aller Zeiten, von dem ich nicht mal einen Bissen nahm. Service und Beschwerdemanagement passten dazu.) Aber das Bier schmeckte gut.


2016 04 19 073 Silver Spurs Bier CuCa

Weiter gings ins Uni- und Studentenviertel zwischen Washington Square Park (man sah fast keine Wiese mehr, so viel war los) und Union Square Park. Eine sehr schöne Gegend, lebendig, nette Geschäfte, lockere Atmosphäre, gewachsen. Weniger Hektik als im Rest von Manhattan. Hier haben wir uns sehr wohl gefühlt. 


2016 04 19 080 Washington Square CuCa
Washington Square Park

2016 04 19 081 Washington Square CuCa
Eingezäunte Fläche für kleine Hunde im Washington Square Park

2016 04 19 082 Uni CuCa
Deutsches und französisches Haus an der Universität

2016 04 19 087 Union Square CuCa
Union Square Park

Eine kurze Runde durch den Union Square Park, dann gings weiter zum Madison Square Park. Zwei Küchenausstattungsgeschäfte (nichts gekauft!!!) und eine Runde im Eataly (Bericht aus 2011) später waren die Füße und wir müde. Mit dem Bus und einmal umsteigen waren wir fast vor der Türe. 

Wäsche waschen, Supermarkt, Wein, Pasta, Füße hoch!

Nützliche Informationen:

9/11 Museum, 180 Greenwich Street, New York 
Öffnungszeiten: Sonntag bis Donnerstag 9 - 20 Uhr, Freitag bis Samstag 9 - 21 Uhr

Eataly, 200 5th Avenue, New York
Öffnungszeiten: täglich 9 - 23 Uhr